Ausbildungskosten: Neue Bundesländer zahlen für Hamburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg
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Ausbildungskosten: Neue Bundesländer zahlen für Hamburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg

Am Übergang von Hochschule zu Beruf stellen sich im Leben junger Absolventen wichtige Weichen.
Wo will man zukünftig leben?
Wo arbeiten?
Und wo möglicherweise eine Familie gründen?
Beim Übergang von der Hochschule zur Erwerbstätigkeit gibt es dabei große Wanderungsbewegungen der Uni-Absolventen.
Besonders beliebt bei den jungen Akademikern sind demnach Hamburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg.
Das ergab eine halbjährlich durchgeführte Studierendenbefragung „Fachkraft 2030“ der Studitemps GmbH.
Nur die vier genannten Bundesländer können am Übergang von der Hochschule in den Berufseinstieg mit einem positiven Ergebnis rechnen.
Am Beispiel Hamburg bedeutet das, dass auf 100 Hamburger Studenten 260 Absolventen kommen, die nach dem Abschluss in Hamburg bleiben, oder aus anderen Bundesländern nach Hamburg ziehen.

Die anderen 12 Bundesländer bilden mehr Studenten aus, als sie Absolventen anziehen bzw. im Land halten.
Unter den letzten vier Plätzen befinden sich Rheinland-Pfalz, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Während diese Bundesländer Studierende anziehen und ausbilden, verlieren sie die Absolventen nach Ende der Ausbildung wieder.

Unternehmen und Länder müssen Studierende früh in den Arbeitsmarkt integrieren

Um die Abwanderung von gut ausgebildeten Fachkräften zu verhindern, müssen Studierende schon frühzeitig an den regionalen Arbeitsmarkt gebunden werden, indem Unternehmen und Länder um die zukünftigen Fachkräfte werben.
Eine Möglichkeit sind attraktive und studiennahe Studentenjobs, die schon Aufstiegschancen bieten und frühzeitige Übernahmeangebote für zukünftige Absolventen.

Ausbildungskosten: Neue Bundesländer zahlen für Hamburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg

„Aus der Studie können zwei Schlüsse gezogen werden:
Der Osten verliert massiv Absolventen, während Stadtstaaten und wirtschaftlich ohnehin starke Regionen gewinnen.
Und: Die Wanderungsbewegungen ziehen einen indirekten Länderfinanzausgleich mit sich.
Jeder Student, der in einem Bundesland ausgebildet wird, kostet das Land auch Geld. Jeder Absolvent, der nicht am Ausbildungsort bleibt, sondern in ein anderes Bundesland wechselt, überträgt damit in ihn investierte Bildungskosten.
Hamburg macht dabei ein Plus von 1,1 Milliarden Euro pro Jahr.
Sachsen-Anhalt investiert auf diesem Weg jährlich knapp 304 Millionen Euro, die anderen Länder zu Gute kommen”, erklärt Eckhard Köhn, CEO des Personaldienstleisters Studitemps, der sich auf Studentenjobs spezialisiert hat. /AS

Quelle: Studitemps GmbH

Beitragsbild mit freundlicher Unterstützung von Alexas_Fotos auf Pixabay

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